Alterspyramide

Die Bevölkerung unserer Welt wächst stetig. Dies liegt vor allem an dem technischen / medizinischen Fortschritt bzw. an den Lebensbedingungen, welche sich über die Zeit massiv verbessert haben. Die Weltbevölkerung wird laut Prognosen noch bis ca. in das Jahr 2150 wachsen. Wie ernst man diese Prognosen nehmen kann, ist jeden selbst überlassen. Bis 2050 soll die Weltbevölkerung annähernd 10 Mrd. Menschen betragen. Aktuell nimmt die Bevölkerung jährlich um ca. 80 Mio. Menschen zu. Auch wenn viele Menschen bereits vor einer zu hohen Bevölkerungsanzahl warnen, kann unser Planet leicht 10 Mrd. Menschen versorgen.

Das Hauptproblem des Wachstums liegt darin, dass die Bevölkerung in den einzelnen Ländern unterschiedlich wächst. In den meisten Industrienationen stagniert diese oder sie geht sogar leicht zurück. In den Entwicklungsländern sieht es hingegen wiederrum anders aus – das gesamte Weltbevölkerungswachstum resultiert vor allem aus dem Wachstum dieser Länder.

Doch wie spiegelt sich die demographische Entwicklung (Bevölkerungswachstum / Altersstruktur) auf unser Pensionssystem nieder? Hätten die gesamten Länder dieser Welt eine Altersvorsorge, welche auf den Familienverbund aufbaut, würde dies zu einem noch stärkeren Bevölkerungswachstum führen. Im Falle eines Kapitalsystems wäre die Wirkung wahrscheinlich genau das Gegenteil – Kinder kann man sich nicht leisten, da man selbst finanziell vorsorgen muss. Die Hauptproblematik der demographischen Entwicklung ist jedoch in Ländern zu finden, in denen ein Umlageverfahren vorherrscht. Solange die Bevölkerung wächst – mehr Erwerbstätige als Pensionisten jährlich hinzukommen – geht dieses System gut. Jedoch fängt es bereits wachsen an, wenn die Bevölkerung stagniert bzw. das Verhältnis zwischen den Zeitraum Erwerbstätigkeit und Pensionszeit sich aufgrund der steigenden Lebenserwartung zugunsten der Pensionisten verschiebt. Die Demographie kann solch ein System stark ins Wanken bringen.

In den westlichen Industrienationen sieht die Alterspyramide aktuell noch relativ ausgeglichen aus – Verhältnis von Pensionisten zu Kindern. Dieses Verhältnis wird sich in den nächsten Jahrzehnten jedoch stark verändern. Die Personen welche auf eine Altersvorsorge angewiesen sind, werden immer mehr werden, wohingegen die Geburtenrate zurückgeht. Dieses System kann man dann nur durch verstärkte Zuwanderung aufrechterhalten. Ist dies nicht möglich, dann ist ein Scheitern des staatlichen Pensionssystems – wenn ein Umlageverfahren vorherrscht – beinahe vorprogrammiert! Die demographische Entwicklung stellt in den westlichen Ländern die größte Herausforderung für die Altersvorsorge dar.




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