• Altersvorsorge – Wissen ist Macht!

    Das System der Altersvorsorge hat und wird sich weiterhin stark verändern. Die Prioritäten werden sich weg vom staatlichen System hin zur privaten Vorsorge verschieben. Die Hauptproblematik liegt hierbei in der demographischen Entwicklung. Aufgrund des in den meisten europäischen Ländern vorherrschenden Umlageverfahrens wird es zukünftig nicht mehr möglich sein, dass aktuelle staatliche Alterssystem aufrecht zu erhalten. Mit starken Kürzungen ist hierbei zu rechnen. Genau aus diesem Grund unterstützt der Staat die private Altersvorsorge. Hierbei handelt es sich in beinahe allen Fällen um eine kapitalbasierende Vorsorge – das bedeutet, dass jeder selbst dafür verantwortlich ist, wie viel er in der Zeit seiner Erwerbstätigkeit auf die Seite legt bzw. wie viel man wiederrum in der Pensionsphase davon bekommt. Neben der privaten Vorsorge wird auch noch verstärkt auf die betriebliche Vorsorge eingegangen / diese wird gefördert. Im amerikanischen Raum ist dieses Instrument Gang und Gebe. Dies liegt vor allem daran, dass hier ein kapitalbasierendes Vorsorgesystem vorherrscht.

    Seit geraumer Zeit zielt der Staat auf das drei Säulenmodell bei der Vorsorge fürs Alter ab. Jede Säule soll als Vorsorgeinstrument eingesetzt werden, um somit eine drohende Altersarmut zu verhindern. Um welche Schwerpunkte es sich hierbei handelt bzw. wo die Chancen sowie auch die Gefahren unseres Vorsorgesystems liegen soll anhand dieser Homepage kurz und einfach erklärt werden. Jeder besitzt die Chance über seine finanzielle Situation im Alter Bescheid zu wissen und dementsprechend selbst vorzusorgen.


  • Demographische Entwicklung

    Die Bevölkerung unserer Welt wächst stetig. Dies liegt vor allem an dem technischen / medizinischen Fortschritt bzw. an den Lebensbedingungen, welche sich über die Zeit massiv verbessert haben. Die Weltbevölkerung wird laut Prognosen noch bis ca. in das Jahr 2150 wachsen. Wie ernst man diese Prognosen nehmen kann, ist jeden selbst überlassen. Bis 2050 soll die Weltbevölkerung annähernd 10 Mrd. Menschen betragen. Aktuell nimmt die Bevölkerung jährlich um ca. 80 Mio. Menschen zu. Auch wenn viele Menschen bereits vor einer zu hohen Bevölkerungsanzahl warnen, kann unser Planet leicht 10 Mrd. Menschen versorgen.

    Das Hauptproblem des Wachstums liegt darin, dass die Bevölkerung in den einzelnen Ländern unterschiedlich wächst. In den meisten Industrienationen stagniert diese oder sie geht sogar leicht zurück. In den Entwicklungsländern sieht es hingegen wiederrum anders aus – das gesamte Weltbevölkerungswachstum resultiert vor allem aus dem Wachstum dieser Länder.

    Doch wie spiegelt sich die demographische Entwicklung (Bevölkerungswachstum / Altersstruktur) auf unser Pensionssystem nieder? Hätten die gesamten Länder dieser Welt eine Altersvorsorge, welche auf den Familienverbund aufbaut, würde dies zu einem noch stärkeren Bevölkerungswachstum führen. Im Falle eines Kapitalsystems wäre die Wirkung wahrscheinlich genau das Gegenteil – Kinder kann man sich nicht leisten, da man selbst finanziell vorsorgen muss. Die Hauptproblematik der demographischen Entwicklung ist jedoch in Ländern zu finden, in denen ein Umlageverfahren vorherrscht. Solange die Bevölkerung wächst – mehr Erwerbstätige als Pensionisten jährlich hinzukommen – geht dieses System gut. Jedoch fängt es bereits wachsen an, wenn die Bevölkerung stagniert bzw. das Verhältnis zwischen den Zeitraum Erwerbstätigkeit und Pensionszeit sich aufgrund der steigenden Lebenserwartung zugunsten der Pensionisten verschiebt. Die Demographie kann solch ein System stark ins Wanken bringen.

    In den westlichen Industrienationen sieht die Alterspyramide aktuell noch relativ ausgeglichen aus – Verhältnis von Pensionisten zu Kindern. Dieses Verhältnis wird sich in den nächsten Jahrzehnten jedoch stark verändern. Die Personen welche auf eine Altersvorsorge angewiesen sind, werden immer mehr werden, wohingegen die Geburtenrate zurückgeht. Dieses System kann man dann nur durch verstärkte Zuwanderung aufrechterhalten. Ist dies nicht möglich, dann ist ein Scheitern des staatlichen Pensionssystems – wenn ein Umlageverfahren vorherrscht – beinahe vorprogrammiert! Die demographische Entwicklung stellt in den westlichen Ländern die größte Herausforderung für die Altersvorsorge dar.